Fachkraft - Fruchtsafttechnik

  • Mindestschulabschluss: Hauptschule
  • Dauer: 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung: 514 € bis 903 € 
  • Duale Ausbildung
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Berufsbild

Nach Mineralwasser und Bier rangieren Fruchtsäfte, Fruchtnektare und Fruchtsaftgetränke zusammen auf Platz drei des Getränkekonsums in Deutschland und das sind immerhin rund 33 Liter pro Kopf aus Früchten. Fruchtsäfte sind zu 100% flüssiges Obst, Fruchtnektare aus Beeren und fleischigen Früchten enthalten 25 bis 50% und Fruchtsaftgetränke 6 bis 30% Fruchtsaft. Eine Besonderheit ist hier die Apfelsaftschorle, die 50 bis 60% Fruchtsaft enthält.

Diese ist auch der Spitzenreiter, gefolgt von Apfelsaft und Orangensaft.

Rund 2,5 Milliarden Liter oder 25 Millionen Hektoliter werden Jährlich in über 170 Betrieben in Deutschland hergestellt. In diesen Betrieben der Fruchtsaftindustrie kannst du deine Ausbildung zur Fachkraft Fruchtsafttechnik erhalten.

So vielfältig wie das Angebot an Obst und Gemüse ist so breit ist auch das Angebot an verschiedenen Säften, Nektaren, Fruchtsaftgetränken und Obst- und Beerenweinen, die von Fachkräften für Fruchtsafttechnik hergestellt werden. Aus frischen Tomaten, Kiwis, Karotten, Rote-Beete, aus Äpfeln, Birnen. Pflaumen, Johannisbeeren und anderen Früchten werden köstliche Getränke hygienisch einwandfrei und möglichst schnell und schonend hergestellt. Sowohl der Geschmack als auch die enthaltenen Vitamine sollen durch den Herstellungsprozess nicht beeinflusst werden.

Ein geschultes Auge prüft die angelieferte Ware, fachgerecht gereinigt, entkernt, zerkleinert und mit geeigneten Verfahren zu den gewünschten Getränken verarbeitet. Bei den großen Durchsatzmengen läuft die Produktion weitgehend automatisiert ab und wird durch die Fachkräfte überwacht. Bei Störungen greifst du mit deinem erlernten Wissen ein und hältst die Produktion aufrecht. Die Produktion verfolgst und kontrollierst du über vorgegebene Steuer- und Kontrollwerte, der Zustand der Anlage wird dir auf Flußdiagrammen elektronisch angezeigt. An bestimmten Probeentnahmestellen entnimmst du während der Produktion kleine Teilmengen und prüfst sie mit den Sinnen: Farbe, Geruch, Geschmack.

Am Ende des Prozesses erfolgt die Abfüllung und die Verpackung bis zum Versand der meistens palettierten Ware.

Produziert wird meistens im Schichtbetrieb und in der Erntezeit herrscht Hochbetrieb. Teile der Ware werden auch in Kühlhäusern zwischen gelagert und zu einem späteren Zeitpunkt verarbeitet.

Voraussetzungen

Rechtlich gibt es keine Anforderungen an einen bestimmten Schulabschluss; die Betriebe der Fruchtsaftindustrie stellten im Jahre 2013 überwiegend Bewerber mit einem mittleren Abschluss(Mittlere Reife, Realschulabschluss) ein (66%); daneben aber auch Bewerber mit Hauptschulabschluss(17%) und mit Hochschulreife(17%). Im letzteren Fall ist eher davon auszugehen, dass die Bewerber später ein Hochschulstudium anstreben.

Deine Interessen sollten die Fächer Chemie, Physik, Mathematik abdecken.

Die Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre und findet in Betrieben der Fruchtsaftindustrie statt. An der Berufsschule erfolgt die theoretische Vertiefung. Die Ausbildung ist dual.

Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:

für alle Länder in Geisenheim (Hessen): Berufliche Schulen Rheingau des Rheingau-Taunus-Kreises

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung liegt im mittleren Bereich:

  • 1. Ausbildungsjahr   514 - 709 €
  • 2. Ausbildungsjahr   592 - 824 €
  • 3. Ausbildungsjahr   658 - 903 €

Berufseinstieg und Perspektiven

Fachkräfte für Fruchtsafttechnik arbeiten in Betrieben der Fruchtsaftindustrie und der Obstweinherstellung. Für den beruflichen Aufstieg bietet sich die Ausbildung zum/zur Getränkebetriebsmeister/-in an. Mit der Hochschulreife ist ein Studium mit Bachelorabschluss im Studienfach Brauerei- und Getränketechnologie möglich.  

Die Gehälter für Fachkräfte Fruchtsafttechnik erzielen Gehälter von 2550 bis 2660 €.

Und jetzt?