Fachkraft Möbel-, Küchen- und Umzugsservice

  • Mindestschulabschluss: Hauptschule
  • Dauer: 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung: 631 € bis 890 €
  • Duale Ausbildung
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Berufsbild

Es gibt eine alte Redewendung: “Dreimal umgezogen, ist wie einmal abgebrannt.” Daraus spricht die eher schlechte Erfahrung unserer Altvorderen mit dem Umzug. Durch gut ausgebildete Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice hat sich dieses drohende Unheil etwas verzogen. Die Fachkräfte liefern und montieren Küchen mit allen Anschlüssen und schneiden auch die Arbeitsplatten, sofern sie nicht gerade aus Naturstein sind, für den Neuaufbau zurecht.

Vom Abbau und Verpacken der Möbel, dem sachgerechten Transport, über eine eventuelle Zwischenlagerung bis zum Wiederaufbau erledigen die Fachkräfte für den Umzugsservice alles aus einer Hand. Möbelhäuser beschäftigen sie, um neu gekaufte Möbel beim Kunden aufzubauen. Auf Wunsch kommen sie auch vor dem Kauf in die Wohnung und ermitteln das Aufmaß, dabei können sie Kunden auch beraten, wenn deren Vorstellungen noch nicht ausgereift sein sollten.

Bei Möbelhäusern ist schon beim Beladen die ganztägige Tour zu planen: was zuletzt geliefert wird muss zuerst verstaut werden, das nennt man auch das “lifo”-Prinzip: last in, first out. Wenn der Lieferant ständig mit Umräumaktionen in seinem Lieferwagen beschäftigt ist, wird er die Kundentermine wohl kaum einhalten können.

Als Monteure schließen sie in den Küchen auch die Zu- und Abflüsse an, stellen die elektrischen Verbindungen her, soweit kein Elektriker erforderlich ist, nehmen die Küche in Betrieb und weisen den Kunden ein. Beim Aufbau einer Küche muss mit Sorgfalt gearbeitet werden, damit in der Endmontage alle Schränke waagerecht und in der richtigen Arbeitshöhe für den Nutzer hängen.

Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice sind wichtige Ansprechpartner für die Kunden und repräsentieren ihr Unternehmen, höfliche Umgangsformen und Verständnis für die Wünsche der Kunden sind daher ein Merkmal ihrer Arbeit, schließlich soll der Kunde ja nochmals etwas im eigenen Haus kaufen und nicht verstimmt zur Konkurrenz gehen.

Voraussetzungen

Zwar gibt es rechtlich keine Anforderungen an einen bestimmten Schulabschluss, jedoch stellten die Betriebe im Jahre 2013 überwiegend Bewerber mit Hauptschulabschluss ein.

Wegen der Raum- und Gewichtsberechnungen solltest du sicher in den Grundrechenarten sein, außerdem handwerkliches Geschick aus dem Bereich Werken/Technik mitbringen

Die Ausbildung

Die Ausbildung dauert drei Jahre in Betrieben des Küchen- und Möbelhandels und in Möbelspeditionen. An der Berufsschule erfolgt die theoretische Vertiefung. Die Ausbildung ist dual. 

Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:

für die Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland in Eberbach (Baden-Württemberg): Theodor-Frey-Schule Eberbach Gewerbliche und Kaufmännische Schule

Ausbildungsvergütung

Während der Ausbildung verdient man im mittleren Bereich:

  • 1. Ausbildungsjahr   631 - 714 €
  • 2. Ausbildungsjahr   701 - 788 €
  • 3. Ausbildungsjahr   798 - 890 € 

Berufseinstieg und Perspektiven

Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice finden Beschäftigung in Unternehmen des Küchen- und Möbelhandels oder in Möbelspeditionen. Fachkräfte für Möbel-, Küchen- und Umzugsservice können sich zum/zur Betriebswirt/-in der Fachrichtung Möbelhandlung weiterbilden lassen.

Mit einer erweiterten Ausbildung kann die Prüfung als Betriebswirt/in für Logistik abgelegt werden. Wenn die Hochschulreife vorliegt ist u.a. ein Studium mit dem Abschluss Bachelor im Studienfach Logistik, Supply-Chain-Management möglich. Die Brutto-Grundvergütung beträgt 2620 €/m.

Und jetzt?