Hochbaufacharbeiter/-in

  • Mindestschulabschluss: Hauptschulabschluss
  • Dauer 24 Monate
  • Ausbildungsvergütung: 609 € bis 1.060 €
  • Duale Ausbildung
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Berufsbild

Hochbaufacharbeiter oder Hochbaufacharbeiterinnen erwerben ohne zu frühe Festlegung auf eine Spezialisierung alle grundlegenden Hochbausparten kennen: Maurer/-in, Betonbauer/-in und Feurungs- und Schornsteinbauer/-in. Sie lernen, wie man die Baustelle für die nachfolgenden Arbeiten einrichtet, damit alles Erforderliche später zur Hand ist. Dazu gehören auch die Aspekte der Baustellenabsicherung, Maßnahmen zum Arbeitsschutz und Umweltschutz.

Hochbaufacharbeiter/innen erlernen im Schwerpunkt Beton- und Stahlbetonarbeiten  die Schalungsarbeiten mit Holz- und Kunststoffschalungen nach Bauzeichnungen. Für Stahlbeton erwerben sie die Kenntnisse über ausreichende Bewehrung, das Biegen der Bewehrungseisen, das Einflechten von Fugendichtungen und die Oberflächenbehandlung von Schalungsbrettern. Beton wird heutzutage in der angefoderten Konsistenz und späteren Festigkeitsklasse im Fahrmischer direkt vom Transportbetonwerk angeliefert. Beim Eintragen des Frischbetons in die Schalung sorgt der/die Hochbaufacharbeiter/-in mit der Rüttelflasche für eine gute Verdichtung. Der ausgehärtete Beton wird gegebenenfalls nachgearbeitet und besonders die Dämmmaterialien zur Vermeidung von Kältebrücken angebracht. Auch die abschließende Vermessung der Bauteile kann zum Ausbildungsinhalt gehören.

Klassische Maurerarbeiten stehen für den/die Hochbaufacharbeiter/-in dagegen  an, wenn Stein auf Stein zum Aufbau lotrechter Wände gesetzt wird. Der Mauermörtel steht heute als Trockenmörtel in Silos bereit und wird portionsweise zu einem Mörtelschlitten gefördert mit dem in einem Arbeitsgang eine Steinlage vermörtelt werden kann. Fensterstürze und Treppenelemente werden als Betonfertigteile angeliefert und eingebaut. Das Einbringen von Filigrandecken mit vormontierter Bewehrung und die geschossweise Herstellung der Decken unterbricht die Maurerarbeit, bevor das nächste Geschoss gemauert wird. Abschließend werden wieder Kältebrücken durch Dämmstoffe unterbunden.

Hochbaufacharbeiter/-innen mit dem Schwerpunkt Feuerungs- und Schornsteinbauarbeiten mauern und bauen mit speziellen Bausteinen und Mörteln aus feuerfesten Materialien, die sehr hohen Temperaturen widerstehen können. Diese materialien werden industriell gefertigt, aber mit den handwerklichen Methoden des Hochbaus verarbeitet. Somit stellt diese Fachrichtung eine Weiterführung in erlernten Bereichen des Hochbaus dar.

Voraussetzungen

Die Betriebe stellen Bewerber ab Hauptschulabschluss  ein. Deine persönlichen Neigungen aus der Schulzeit sollten günstigerweise auf den Fächern Mathematik,  Physik, und Werken/Technik  gelegen haben.

Ausbildung

Die Ausbildung erstreckt sich über 2 Jahre und findet in der Regel in Industrie- und Handwerksbetrieben des Hochbaus statt. Die Ausbildung ist dual, so dass ein Teil der Ausbildung in der Berufsschule erfolgt.

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung liegt  im mittleren Drittel aller dualen Ausbildungsberufe:

Beispiele (monatlich brutto) 

  • 1. Ausbildungsjahr: € 609 bis € 690
  • 2. Ausbildungsjahr: € 836 bis € 1.060

Berufseinstieg und Perspektiven

Nach ihrer Ausbildung arbeiten Hochbaufacharbeiter/-innen in Hochbau-Unternehmen, im Betonbau oder im Schornstein- und Industrieofenbau(siehe auch dort unter Feuerungs- und Schornsteinbauer/-in).

Nach erfolgreicher Abschluss-/Gesellenprüfung können Hochbaufacharbeiter/innen unter bestimmten Voraussetzungen ihre Ausbildung um ein Jahr fortsetzen und z.B. die Prüfung als Maurer/-in, Beton- und Stahlbetonbauer/-in(siehe auch dort) oder in anderen Hochbauberufen ablegen.

Für einen weiteren beruflichen Aufstieg ist es sinnvoll, die Prüfung als Polier/in im Bereich Hochbau abzulegen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Bauingenieurwesen erwerben.

Die tarifliche Bruttogrundvergütung (in der Stunde) lag zuletzt bei:  16,64 €

Und jetzt?