Holzbearbeitungsmechaniker/-in

  • Mindestschulabschluss: Hauptschulabschluss
  • Dauer 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung: 617 € bis 824 €
  • Duale Ausbildung
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Berufsbild

Das verträumt im Talgrund liegende, mit Wasserkraft betriebene Sägewerk magst du noch in Industrienmuseen finden, Holzbearbeitungsbetriebe sind heute hochmoderne Fabriken in denen die Fertigungsstraßen vom Leitstand aus gesteuert und Kundenwünsche maschinengerecht am Computer entworfen werden.
Das angelieferte Rundholz wird eingelagert und mit automatischen Maschinen entrindet, die späteren Brettbreiten werden je nach Stammdurchmesser eingefräst und die bretter im Sägewerk zugeschnitten.
Ein wesentlicher Bestandteil moderner Holzbearbeitungsbetriebe sind große Trockenanlagen, um die gewünschte Feuchte für die nachfolgenden Hobelwerke einzustellen. Sinnvollerweise werden mit den Holztrocknungsanlagen Heizkraftwerke betrieben, in denen Verschnitt verbrannt werden kann.
Vom Rundholz über Bauholz, Rahmen und Kantholz; Dielenbretter, Schalung für den Betonbau, Nagelbinderbohlen für den Dachstuhl, Profilbretter mit Fase und Rundprofil, Nut- und Federbretter und alles in gewünschten Abmessungen kann heute aus einem Holzbearbeitungsbetrieb geliefert werden.
Der/die Holzbearbeitungsmechaniker/-in muss die Aufträge verstehen, die Maschinen der Fertigungsstraße programmieren und die Produktion bis zur ordnungsgemäßen kommissionierten Verpackungseinheit verfolgen.

In der Holzbearbeitung werden auch feine Stäube freigesetzt, die mit Exhaustern von den Arbeitsplätzen entfernt werden müssen, somit sind Maßnahmen für den Gesundheits- und Arbeitsschutz sowie Sicherheitsvorkehrungen gegen Exhausterexplosionen ständig zu überwachen und eínzuhalten.

Die Produktionsmittel sind von Holzbearbeitungsmechanikern und -mechanikerinnen stets einsatzbereit zu halten; ständige Wartungs- und Instandhaltungspläne sind daher anzulegen und einzuhalten.

Voraussetzungen

Die Betriebe stellen Bewerber ab Hauptschulabschluss  ein, aber es gibt auch Chancen ohne Abschluss eine Ausbildung machen zu können.. Deine persönlichen Neigungen aus der Schulzeit sollten günstigerweise auf den Fächern Mathematik,  Physik, und Werken/Technik  gelegen haben.

Ausbildung

Die Ausbildung erstreckt sich über 3 Jahre und findet in der Regel in Industriebetrieben statt. Im Rahmen der dualen Ausbildung erfolgt die theoretische Weiterbildung in der Berufsschule.

Der Berufsschulunterricht wird teilweise in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt, derzeit:

  • für die Länder Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz in Göppingen (Baden-Württemberg): Gewerbliche Schule Göppingen
  • für die Länder Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen in Rosenheim (Bayern): Staatliche Berufsschule I Rosenheim
  • für die Länder Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt in Joachimsthal (Brandenburg): Oberstufenzentrum II Barnim
  • für die Länder Berlin, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein in Bad Wildungen (Hessen): Holzfachschule Bad Wildungen gemeinnützige GmbH

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung liegt  im mittleren Drittel aller dualen Ausbildungsberufe:

Beispiele (monatlich brutto):

  • 1. Ausbildungsjahr: € 617 bis € 712
  • 2. Ausbildungsjahr: € 660 bis € 759
  • 3. Ausbildungsjahr: € 704 bis € 824

Berufseinstieg und Perspektiven

Schon während der Ausbildung können sich Holzbearbeitungsmechaniker/-innen um Zusatzqualifikationen bewerben, z.B. als Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten oder als CNC-Fachkraft.

Als Holzbearbeitungsmechaniker/-in findest du Beschäftigung in Unternehmen der Säge- sowie der Hobel-, Holzleimbau- und Holzwerkstoffindustrie.

Es ist nach der Ausbildung erstrebenswert die Prüfung als Industriemeister/in im Bereich Holz abzulegen. Damit eröffnen sich weitere berufliche Aufstiegschancen.

Mit einer Hochschulzugangsberechtigung kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Holztechnik erwerben.

In Regionen mit Schwerpunkten in der Holzver- und bearbeitung kann der Schritt in die Selbstständigkeit attraktiv sein, weil z.B. Bedarf für einen Schärfdienst für Maschinenwerkzeuge besteht.

Tarifliche Bruttogrundvergütungen (in der Stunde) liegen zwischen: 15,83 und 17,08 €

Und jetzt?