Ausbildung in der KFZ-Branche

Ausbildung in der KFZ-Branche

Kraftfahrzeugmechatroniker/-in - System- und Hochvolttechnik

  • Mindestschulabschluss: Hauptschulabschluss
  • Dauer: 42 Monate
  • Ausbildungsvergütung: 531 € bis 895 €
  • Duale Ausbildung
  • Besonders bei Jungs eine der beliebtesten Dualen Ausbildungen
  • Auch der 7-malige Formel1 Weltmeister Michael Schumacher hat vor seiner sportlichen Karriere eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker absolviert
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Die Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechatroniker

Pro Jahr beginnen rund 20.000 Auszubildende eine Ausbildung als Kraftfahrzeugmechatroniker/-in; das bedeutet bei einem Kraftfahrzeugbestand von 54 Mio zugelassener Fahrzeuge am ersten Januar 2015, dass auf jede/n neue/n Auszubildende/n 2700 Fahrzeuge warten. Aber da sind noch diejenigen, die diesen Beruf schon vor ihm/ihr ergriffen haben und wenn wir einmal annehmen, dass wir etwa 50 Jahrgänge überblicken und noch bedenken, dass vielleicht nur etwa die Hälfte eines Jahrgangs tatsächlich mit direkter Arbeit am Fahrzeug befasst ist, dann kommen doch auf jeden in der Branche 100 Fahrzeuge aller Typklassen auf ihn zu. Das heißt bei rund 200 Arbeitstagen alle 2 Tage muss im Schnitt ein Fahrzeug wieder aus der Werkstatt sein. Zumindest erkennt man an diesem kleinen Zahlenspiel, dass noch ein einigermaßen ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im Personalbereich zu bestehen scheint.

Der Weg auf die Straße der Elektromobilität in der Kraftfahrzeugbranche hat gerade erst begonnen. Hier ist wirklich einmal etwas ganz Neues gegeben, denn bei der Arbeit an Fahrzeugen mit Hybrid- oder Elektroantrieb ist der/die Kraftfahrzeugmechatroniker/-in mit Stromspannungen bis zu 10.000 Volt konfrontiert - im Unterschied zu max. 48 Volt bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Aber eben für diese neuen Aufgaben sind sie ausgebildet und wissen, wie man unter Spannung misst, wie man die Systeme spannungsfrei schaltet und wie man die Messinstrumente für den Fahrer installiert: hier ist nicht der Tank, sondern die Batterie leer und der Reservekanister hilft nicht.

Manch einer hat sich schon geärgert, dass er einen Defekt am Fahrzeug nicht mehr wie früher, mit Hammer und Schraubenzieher beheben kann, weil alles von einer geheimnisvollen elektronischen Macht gesteuert wird. Der/die Kraftfahrzeugmechatroniker/-in der Fachrichtung System- und Hochvolttechnik kennt sich auch mit den Systemelementen des Fahrzeuges aus, die die Einspritzpumpe des Verbrennungsmotors, das ABS-System, die Fensterheber, Scheibenwischer und das Fahrerinformationssystem steuern.

Voraussetzungen

Obwohl wie bei den meisten Ausbildungsberufen keine rechtlichen Anforderungen an den Schulabschluss gegeben sind, wurden 2013 überwiegend Bewerber(alle Fachbereiche) mit   einem mittleren oder Hauptschulabschluss   eingestellt. Deine persönlichen Stärken sollten günstigerweise auf den Fächern Mathematik, Physik und Werken/Technik liegen. 

Ausbildung

Die dreieinhalbjährige Ausbildung findet in der Regel in Herstellerbetrieben für Nutzfahrzeuge, Servicebetrieben, Speditionsunternehmen oder städtischen Betrieben wie Stadtwerken oder Stadtreinigungsämtern statt.  Im Rahmen der dualen Ausbildung erfolgt die theoretische Weiterbildung in der Berufsschule. 

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung liegt im mittleren Drittel aller dualen Ausbildungsberufe:

Beispiele in der Industrie (monatlich brutto):         Beispiele im Handwerk (monatlich brutto):

1. Ausbildungsjahr: € 531 bis € 719                        1. Ausbildungsjahr: € 531 bis € 644
2. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 759                        2. Ausbildungsjahr: € 570 bis € 685
3. Ausbildungsjahr: € 620 bis € 756                        3. Ausbildungsjahr: € 620 bis € 837
4. Ausbildungsjahr: € 672 bis € 811                        4. Ausbildungsjahr: € 672 bis € 895

Berufseinstieg und Perspektiven

Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik finden Beschäftigung bei Fahrzeugherstellern, in Kfz-Reparaturbetrieben, in Autohäusern, bei Kfz-Ersatzteilhändlern mit angeschlossener Werkstatt oder bei Pannenhilfsdiensten.

Für den beruflichen Aufstieg empfiehlt sich, die Prüfung als Kraftfahrzeugtechnikermeister/-in abzulegen.

Mit der Hochschulreife kann man auch studieren und beispielsweise einen Bachelorabschluss im Studienfach Fahrzeugtechnik erwerben.

Mit einem eigenen Betrieb des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks oder im verwandten Zweiradmechaniker-Handwerk (Krafträder) ist der Schritt in die Selbstständigkeit möglich.

Die tarifliche Bruttogrundvergütung (monatlich) liegt zwischen 2.524 und 2.695 €.

Ähnliche Ausbildungen

Weitere Spezialisierungen des KFZ-Mechatronikers:

Außerdem:

  • Fahrzeuginnenausstatter/-in: Ähnlich wie der KFZ-Mechatroniker beschäftigt sich dieser Beruf mit Autos oder anderen Fahrzeugen. Allerdings arbeitest du als Fahrzeuginnenausstatter eher im Innenraum von Fahrzeugen und kümmerst dich hier um die Ausstattung.
  • Fahrzeuglackierer/-in: Als Fahrzeuglackierer kümmerst du dich um die farbliche Gestaltung von Fahrzeugen oder Fahrzeugteilen. Diese Arbeit geht oft Hand in Hand mit der des KFZ-Mechatronikers.

Und jetzt?