Ausbildung in der Tierpflege

Ausbildung in der Tierpflege

Tierpfleger/-in

  • Duale Ausbildung / Dauer 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung: zwischen 730 € (1. Ausbildungsjahr ) und 877 € (3. Ausbildungsjahr ) monatlich
  • 2012 lernten 1.700 Azubis in diesem Beruf (1.300 Frauen)
  • Deutschlands berühmtester Tierpfleger war Thomas Dörflein - der Ziehvater von Eisbär Knut
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Der Beruf des Tierpflegers

Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo und auch diverse Doku-Soaps im Fernsehen haben sie bekannt gemacht: die Tierpfleger. Tierpfleger wird man durch eine dreijährige duale Ausbildung, die mit einer IHK-Prüfung abgeschlossen wird. Im dritten Ausbildungsjahr erfolgt eine Spezialisierung als Tierpfleger Fachrichtung Forschung und Klinik, Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension oder Tierpfleger Fachrichtung Zoo.

Wie der Name schon sagt, versorgt der Tierpfleger Fachrichtung Forschung und Klinik Tiere in Forschungs- und Untersuchungseinrichtungen sowie in Tierkliniken und Tierarztpraxen. Der Schwerpunkt liegt meist auf der Zucht und Aufzucht von Versuchstieren, oft mit dem Ziel, bestimmte genetische Eigenschaften zu isolieren, auf der hygienischen und ethisch vertretbaren Haltung der Tiere sowie auf der Unterstützung und Durchführung von Experimenten und kleineren Operationen. Sind die Tierpfleger für Forschung und Klinik in der Forschung tätig, wirken sie auch bei Experimenten, Tierversuchen und Tests mit, werten Zell- und Gewebeproben aus und protokollieren das Verhalten der Tiere.

Haustiere stehen hingegen im Mittelpunktin der Ausbildung Tierpfleger Fachrichtung Tierheim und Tierpension. Oft sind die Hunde, Katzen oder Vögel durch die Trennung von ihren Besitzern und durch die neue Umgebung verstört oder sogar wegen Misshandlungen und schlechter Haltung traumatisiert, wenn sie ins Tierheim kommen. Der Tierpfleger für Tierheim und Tierpension hat nun die schwierige Aufgabe, die Tiere zu beruhigen und Verhaltensstörungen entgegenzuwirken. Darüber hinaus beraten die Tierpfleger Tierbesitzer, die ihre Haustiere in der Tierpension unterbringen möchten, oder die zukünftigen Besitzer, die sich für ein Tier aus dem Tierheim entschieden haben.

Auch in der Ausbildung Tierpfleger Fachrichtung Zoo muss man sich auf die unterschiedlichsten Schützlinge von der Heuschrecke über exotische Fische oder Schlangen bis hin zu Elefanten, Affen und Raubtieren einstellen. Anders als bei der Pflege in der Pension oder im Tierheim, wo es sich meist um eine Kurzzeitpflege handelt, ist der Tierpfleger im Zoo über einen langen Zeitraum, meist über Jahre, mit einem Tier verbunden und für das Wohlergehen und die Gesundheit verantwortlich. Die Tierpfleger im Zoo versorgen die Tiere aber nicht nur mit Futter und halten die Gehege, Aquarien oder Terrarien sauber, sondern sind auch für die Beschäftigung und körperliche Fitness der Bewohner verantwortlich. Hierzu gehört eine verhaltensgerechte Einrichtung der Tierunterkünfte ebenso wie eine interessante „Freizeitgestaltung“ durch Spiele, bei denen die Tiere ihr Futter erjagen müssen, oder Training und in gewissem Rahmen Dressur. Tierpfleger im Zoo stehen natürlich auch Besuchern für Fragen zur Verfügung und tragen so dazu bei, Menschen für die unterschiedlichsten Tiere und Rassen zu sensibilisieren.

Die Ausbildung zum Tierpfleger ist eine sehr verantwortungsvolle Tätigkeit. Das Gehalt in der Ausbildung Tierpfleger liegt zwischen 700,- und 800,- €.

Ausbildungsvergütung

Es gibt eine gute Ausbildungsvergütung für die Lehre als Tiepfleger/-in. Diese liegt zwischen 730 € (1. Ausbildungsjahr ) und 877 € (3. Ausbildungsjahr ) monatlich.

Karrierechancen

Nach der Ausbildung kannst du als Tierpfleger in unterschiedlichen Einrichtungen arbeiten. Dies können, je nach gewählter Fachrichtung, Forschungseinrichtungen, Tierheime oder aber auch ein Zoo sein. Das Gehalt nach der Ausbildung Tierpfleger liegt zwischen 2.100,- und 2.500,- €. Zudem kannst du dich weiterbilden lassen als:

  • Tierpflegemeister
  • Bachelor Biologie

Fachrichtungen

Die Ausbildung erfolgt in einer der folgenden Fachrichtungen:

  • Forschung und Klinik: Tierpfleger dieser Fachrichtung pflegen und züchten Versuchstiere in Forschungs- und Untersuchungseinrichtungen, wo sie auch an Tierversuchen und anderen Experimenten beteiligt sein können. In Tierkliniken und Tierarztpraxen versorgen sie kranke oder verletzte Haustiere
  • Tierheim und Tierpension: In dieser Fachrichtung versorgen und betreuen die Tierpfleger Haustiere. In Tierheimen pflegen sie vor allem Tiere, die ausgesetzt oder abgegeben wurden. In Tierpensionen betreuen sie Haustiere während z.B. urlaubs- oder krankheitsbedingter Abwesenheit der Tierhalter
  • Zoo: Tierpfleger der Fachrichtung Zoo versorgen und betreuen Zootiere

Ähnliche Ausbildungen

Auch in der Ausbildung zum Landwirt, wirst du viel mit der Haltung und Pflege von Tieren zu tun haben. Allerdings bist du hier auf Nutztiere vor allem in der Landwirtschaft spezialisiert. Viele Tätigkeiten ähneln sich aber trotzdem. Als Tiermedizinischer Fachangestellter oder Tierarzthelfer, arbeitest du in der Regel in einer Tierarzt-Praxis und unterstützt hier den Arzt.

Und jetzt?