Traditionelles Ausbildungsmarketing: der „Tag der offenen Tür“
Auch im Zeitalter des Internets 2.0 ist sie für viele Betriebe unverzichtbar: die Präsentation des Ausbildungsunternehmens im eigenen Hause vor potenziellen Bewerbern. Ein „Tag der offenen Tür“ macht es möglich.
Wenn Anfang August 2012 der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in einer Pressemitteilung darauf hinweist, dass noch immer Tausende Ausbildungsplätze nicht besetzt werden konnten, dann ist eines schon sicher: Den Text der Pressemitteilung kann der DIHK auch im Jahr 2013 zu großen Teilen wiederverwenden. Es gibt nämlich auf im kommenden Jahr zu wenige qualifizierte Bewerber, um alle Ausbildungsplätze pünktlich zu besetzen. Das Schlüsselwort zur Problemlösung für Unternehmen lautet hier: Ausbildungsmarketing!
Betriebe müssen demzufolge alles Mögliche dafür tun, bereits im Sommer 2012 die Aufmerksamkeit der Schulabgänger auf sich zu ziehen. Die Botschaft dabei lautet: „Wir bilden qualifiziert aus – und das in attraktiven Berufen.“ Wo könnte man dies besser deutlich machen, als im eigenen Unternehmen, in dem die Ausbildung schließlich auch stattfindet. Ein „Tag der offenen Tür“ ist damit bestens geeignet, die eigene Ausbildungsleistung in den Blickpunkt zu rücken.
Welcher Termin ist ideal, um einen „Tag der offenen Tür“ durchzuführen?
Die Entscheidung für einen Termin hängt im Wesentlichen davon ab, wann der Ausbildungsbetrieb gewöhnlich seine Bewerbungen erhält. Oftmals ist die Bewerbungsphase bereits im Herbst des Vorjahres im Gange, so dass ein „Tag der offenen Tür“ bereits im September/Oktober gut terminiert sein könnte. So ist der leistet, dass tatsächlich frühzeitig Bewerber überzeugt und damit auch akquiriert werden können.
Wer genau soll angesprochen werden?
Aber wen soll ein Ausbildungsunternehmen eigentlich genau einladen, wenn ein „Tag der offenen Tür“ veranstaltet wird? Jeden, der Interesse hat? Oder ausschließlich potenzielle Auszubildende? Oder Bewerber, die selbstverständlich auch „Verstärkung“ mitbringen können. Dabei kann es sich um die Eltern von potenziellen Azubis handeln oder auch um Freunde. Diese Frage sollte jedes Unternehmen vorab geklärt haben.
In welcher Form genau soll der „Tag der offenen Tür“ stattfinden?
Die Begrifflichkeit „Tag der offenen Tür“ ist schon etwas altmodisch. Insofern könnte es durchaus attraktiver erscheinen, lieber zu einem „Abend der Ausbildung“ oder zu einer „Nacht der Azubis“ einzuladen. Das klingt deutlich attraktiver. In vielen Unternehmen hat es sich in den letzten Jahren bewährt, tatsächlich die Veranstaltung in die Abend-/ Nachtstunden zu verlegen. Vor allem der Freitag ist hierfür ideal. So ist in der Regel gewährleistet, dass Auszubildende und deren Eltern auch tatsächlich frei haben.
Wer übernimmt Verantwortung und plant den „Tag der offenen Tür“?
Natürlich müssen Verantwortlichkeiten geregelt sein und zahlreiche Aufgaben delegiert. Schließlich sollen die Berufe und Ausbildungsplätze attraktiv dargestellt werden. Dazu kommen möglicherweise offizielle Teile wie Begrüßung und Ansprachen. Zudem muss auch an das Catering gedacht werden. Übrigens: Es hat sich vielfach bewährt, die aktuellen Auszubildenden bei der Vorbereitung in die Verantwortung zu nehmen. Sie können ihre Berufe am besten „verkaufen“ und sprechen die Sprache der Gäste. Einfach ideal!