Warum immer nur Traditionsberufe?
Das folgende habe ich heute gelesen:

"Nichts Neues bei der Berufswahl: Mädchen arbeiten am liebsten in der Arztpraxis, Jungen in der Autowerkstatt. Bei den Mädchen war 2010 in Nordrhein-Westfalen erneut die medizinische Fachangestellte der am häufigsten gewählte Beruf, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag berichtete. Die nächsten Plätze belegten Bürokauffrau und Industriekauffrau. Bei den Jungen lag der Kraftfahrzeugmechatroniker vor, gefolgt vom Industrie- und vom Anlagemechaniker. Jugendliche können inzwischen rund 350 Ausbildungsberufen wählen. Aber rund 75 Prozent der Jungen und 64 Prozent der Mädchen vereilen sich auf jeweils nur 25 Berufe. (dpa/lnw)"

Was denkt ihr, warum stehen bei der Berufswahl immer noch die gleichen alten Berufe im Vorderrund? Kennen sich Schüler zu wenig aus oder informieren sie sich zu wenig?
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Wie Sven Racher schon sagt, liegt es wahrscheinlich einfach daran, dass viele schlichtweg einfach keine neuen Berufe kennen oder Sie einfach nicht vermittelt bekommen.
Hallo Sarah, das ist ein sehr interessantes Thema, mit dem wir uns auch schon seit längerem beschäftigen. Wenn ich in unserer Datenbank nachschaue, dann ergibt sich deutschlandweit aus den letzten Jahren ein ähnlicher Trend. Bei den Jungs: 1. Kraftfahrzeugmechatroniker 2. Kaufmann im Einzelhandel 3. Industriemechaniker Bei den Mädels: 1. Kauffrau im Einzelhandel 2. Verkäuferin 3. Bürokauffrau (4. Medizinische Fachangestellte) Aus vielen Gesprächen mit Schülern direkt und auch mit deren Lehrern haben wir den Eindruck, dass es oftmals an der fehlenden Information über die weiteren möglichen Ausbildungsberufe liegt. Das wollen wir mit unserer Buchreihe 'AbisZubi - Deutschlands großes Ausbildungsverzeichnis' ändern und stehen dabei auch in Kontakt mit vielen Berufsverbänden, Innungen etc. weil diese teilweise händeringend nach Azubis suchen, insbesondere im Handwerk. Viele Grüße Sven www.AbisZubi.de
Ich denke, dass es in erster Linie daran liegt, dass dies auch die Berufe sind, für die es den größten Markt gibt. Bevor ich mich für eine Lehre zum Koch entschieden habe, wollte ich Kunstschmied werden. doch, obwohl ich lange gesucht habe, habe ich kaum mal einen Betrieb gefunden, der diese Ausbildung auch anbietet und am Ende habe ich keine Lehrstelle bekommen. Die meisten der 250 Berufe, die man noch immer lernen kann, sind einfach Nischenberufe, von denen viele leider langsam aber sicher aussterben.

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