Interview Gesundheits- und Krankenpfleger/in, Unbekannt
Im Interview mit
erfährst du mehr über die Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in.
- Wie weit bist du mit deiner Ausbildung, was hast du noch vor Dir?
- Ich habe meine Ausbildung bereits letztes Jahr im September beendet!
- Wann stehst du morgens auf?
- Zum Frühdienst stehe ich meistens gegen 5:00 und 05:15 Uhr auf, denn der beginnt um 6:00 Uhr bei uns in der Klinik. Dafür hat man um 14:00 Uhr bereits Feierabend! Wenn ich Spätdienst habe kann ich später aufstehen, denn der beginnt erst um 13:15 Uhr, dauert dafür aber bis 21:15 Uhr! Ganz anders sieht es dann im Nachtdienst aus, da schlafe ich wenn andere arbeiten. Denn Nachtdienst geht bei uns in der Klinik von 20:45 bis 06:30 Uhr. Dann geht es zum schlafen nach Hause. Wie lange? Je nach Bedarf!
- War es einfach eine Ausbildung zu finden?
- Ja es war für mich sehr einfach einen Ausbildungsplatz in diesem Beruf und in diesem Krankenhaus zu bekommen. Lag vielleicht auch daran, dass viele mich bereits kannten, da ich meinen Zivildienst in diesem Krankenhaus bereits absolviert hatte.
- Welchen Schulabschluss hast du? Wie würdest du deinen Abschluss (nach Noten) einstufen?
- Ich habe nach den Prüfungen zur Mittleren Reife nach der zehnten Klasse auf das Gymnasium gewechselt und 2004 dann mein Abitur erhalten. Meine Abiturnote ist nicht die beste, 3,0!
- Hast du vor deiner Ausbildung ein Praktikum gemacht?
- Ich habe ein Praktikum in der Pflege gemacht, bevor ich auf das Gymnasium gewechselt habe. Da ich damals noch keine 17 Jahre war, konnte ich nicht die Ausbildung beginnen, deshalb entschied ich mich dann erst mal weiter die Schulbank zu drücken. Nach dem Abi habe ich als Zivildienstleistender in der Pflege direkt am Patient gearbeitet, das hat dann ein Praktikum sozusagen ersetzt.
- Wie bist du auf die Ausbildung gekommen, was war der Anlass für deine Berufswahl?
- Ich bin auf die Ausbildung durch den Zivildienst bekommen. Ich war auf der Suche nach einem Beruf der mir Spass machen würde und der mehr ist als am Schreibtisch zu sitzen oder im Labor zu stehen!
- In was für einem Betrieb arbeitest du?
- Mittlerweile bin ich Student und studiere Biologie und kath. Theologie auf Lehramt für Gymnasien. Jedoch arbeite ich als geringfügig Beschäftigter bei einer konfessionellen Sozialstation (ca 30 Stunden pro Monat)
- Was magst du besonders an deiner Ausbildung?
- Ich mochte besonders die Verantwortung die einem schon früh übertragen wurde und das selbständige arbeiten mit voranschreitender Ausbildung. Aber auch die Arbeit im interdisziplinären Team, mit Ärzten, Physiotherapeuten,... war sehr schön. Durch regen Austausch und Kommunikation konnte man besser auf die Patienten eingehen und eine optimale Versorgung gewährleisten. Aber auch die Vielfältigkeit, welche die Ausbildung bringt war sehr toll, da man jeden Fachbereich besuchen muss.
- Was macht dir weniger Spass in der Ausbildung?
- Weniger Spass machte das Arbeiten mit Kollegen die nicht auf dem neusten Stand der Pflegewissenschaften arbeiteten und sich auf dem Standpunkt bewegten: "Wir haben das so schon immer gemacht!" Das war als nicht einfach. Gegen Ende hatte ich Probleme mit dem doch schon sehr frühen aufstehen, weshalb ich mich dann doch noch mal entscheiden habe etwas neues zu beginnen.
- Welche 3 Talente / Fähigkeiten sollte ein Azubi für eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger/in mitbringen?
- Ein Auszubildender in der Gesundheits- und Krankenpflege sollte unbdingt: - kommunikativ sein, - Interesse an Fach, denn Fachwissen ist sehr wichtig und unumgänglich. Die Ausbildung ist zum Teil gerade was Krankheitslehre, Anatomie, Physiologie und Medikamentenlehre angeht sehr anspruchsvoll Ein Auszubildender darf sich auch nicht scheuen mit Körperausscheidungen jeglicher Art umzugehen.
- Würdest du die Ausbildung nochmal machen?
- Ja ich würde die Ausbildung noch einmal machen! Der Beruf ist ein sehr interessant und anspruchsvoll, man trägt viel Verantwortung aber mit dem entsprechenden Fachwissen ist dies absolut kein Problem. Auch die sich immer mehr etablierende Pflegewissenschaft setzt sich indem Beruf weiter durch und wenn die Ausbildungsstätten sich weiterhin um eine gute Ausbildung bemühen, dann wird der Beruf vielleicht auch irgendwann selbständiger wie in den USA, Australien,...
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