Interview Chemielaborant/-in, Yvonne

Yvonne
Im Interview mit Yvonne erfährst du mehr über die Ausbildung als Chemielaborant/-in.
Wie weit bist du mit deiner Ausbildung, was hast du noch vor Dir?
Ich bin seit September im zweiten Lehrjahr und mache voraussichtlich im Sommer 2010 meine Abschlussprüfung. Das heißt ich verkürze von 3,5 auf 3 Jahre Ausbildung.
Wann stehst du morgens auf?
Ich stehe meist um sechs Uhr auf und muss um halb acht an meinem Arbeitsplatz sein.
War es einfach eine Ausbildung zu finden?
Ich habe ca. 10 Bewerbungen geschrieben und bin von jedem Betrieb zum Einstellungstest eingeladen worden. Durch den ersten Test bin ich zwar durchgerasseln, aber die darauffolgenden Tests haben mich zumindest immer mindestens bis zum Vorstellungsgespräch gebracht.
Welchen Schulabschluss hast du? Wie würdest du deinen Abschluss (nach Noten) einstufen?
Im Frühjahr 2007 habe ich mein Abitur gemacht. Der Notenschnitt war, soweit ich mich erinnere, 2,6. Also eher mittelmäßig.
Hast du vor deiner Ausbildung ein Praktikum gemacht?
Ja, ich habe ein Praktikum gemacht. Allerdings war dies nur ein Pflicht-Schülerpraktikum. Ich war in der 10ten Klasse und wusste noch nicht genau, was ich mal machen möchte. Damals habe ich dann ein Praktikum beim Optiker gemacht.
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Wie bist du auf die Ausbildung gekommen, was war der Anlass für deine Berufswahl?
Das Interesse für Naturwissenschaften war schon immer da. Außerdem war für mich klar, dass ich lieber für mich in Ruhe arbeiten möchte, also ohne großartigen Kundenkontakt. Was nicht heißt, dass ich nicht im Team arbeiten möchte, aber ich wollte lieber "für mich" arbeiten. Desweiteren studiert(e) mein Bruder Biochemie und hat mir von seinen Erfahrungen erzählt, was mein Interesse noch weiter steigerte.
In was für einem Betrieb arbeitest du?
Ich arbeite bzw. mache meine Ausbildung im Max-Planck-Institut für Bioanorganische Chemie in Mülheim an der Ruhr.
Was magst du besonders an deiner Ausbildung?
Ich mag das praktische Arbeiten. Allein das "Forschen" macht schon Spaß. Es klappt zwar nicht immer alles, was man vorgeschlagen bekommt, aber wenn es dann funktioniert, dann freut man sich umso mehr. (Es ist normal, dass manche Dinge in einem Forschungsinstitut nicht funkionieren ;). Deshalb forscht man ja.) Und wie bereits erwähnt, gefällt mir auch das ruhige Arbeiten für sich, ohne großen Trubel.
Was macht dir weniger Spass in der Ausbildung?
Wie wahrscheinlich für jeden nachvollziehbar, macht die Schule (obwohl der Stoff größtenteils schon interessant ist) nicht so besonders viel Spaß, weil einem das praktische Arbeiten fehlt. Aber das ist durchaus trotzdem gut zu ertragen. Auch das Schreiben der Monatsberichte kann manchmal etwas lästig werden.
Welche 3 Talente / Fähigkeiten sollte ein Azubi für eine Ausbildung als Chemielaborant/-in mitbringen?
-Naturwissenschaftliches Interesse -Lernbereitschaft -Teamfähigkeit
Würdest du die Ausbildung nochmal machen?
Auf jeden Fall. Ich habe defintiv das Gefühl mit der Art der Ausbildung, sowie dem Ausbildungsbetrieb alles richtig gemacht zu haben.

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