Ausbildung mit Migrationshintergrund

Jugendliche mit Migrationshintergrund haben es bei der Ausbildungsplatzsuche oft schwerer als gedacht. Vorurteile bei Personalverantwortlichen und in der Gesellschaft spielen leider immer noch eine große Rolle. Zudem ist das Risiko nach der Ausbildung arbeitslos zu werden für Jugendliche mit Migrationshintergrund deutlich höher als bei Deutschen.

Suche nach Ausbildungsplatz schwieriger für Ausländer

Das statistische Bundesamt hat festgestellt, dass die Ausbildungsbeteiligung (die Anzahl der Auszubildenden bezogen auf die Bevölkerung im Alter zwischen 16 und 21 Jahren) bei deutschen Männern um die 67,5 % liegt, bei Männern mit Migrationshintergrund aber nur bei 25,5 %. Die Zahlen bei Frauen sind ähnlich, liegt hier die Ausbildungsbeteiligung bei deutschen Frauen um die 45,9 % und bei Frauen mit Migrationshintergrund bei 20,7 %. Diese Zahlen zeigen deutlich: Jugendliche mit Migrationshintergrund haben es oft schwerer einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden. Unternehmen werden deshalb von Arbeitnehmerverbänden und der Bundesregierung immer wieder aufgefordert, Integrationsbemühungen zu verbessern und Vorurteile abzubauen.

Berufliche Bildung als Instrument der Integration

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), betont, dass das zentrale Instrument für die gesellschaftliche Integration die berufliche Bildung ist. Angesichts der demografischen Entwicklung und zur Vermeidung eines möglichen Fachkräftemangels, benötigt die deutsche Wirtschaft aber alle jungen Menschen. Daher ist ein Ziel des Nationalen Pakts für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs, die Zugangsbarrieren in Ausbildung und Berufstätigkeit für junge Menschen mit Migrationshintergrund abzubauen.

Tipps für Bewerber mit Migrationshintergrund

Als Tipp bei Bewerbungen sollten Berufsanfänger folgendes beachten:

  • Die Bewerbung muss perfekt ist. Besonders auf das Äußere der Bewerbungsmappe achten
  • Bei Schwierigkeiten mit der Sprache oder Rechtschreibung: Hilfe bei Freunden oder Bekannten holen und Bewerbungsunterlagen korrigieren lassen. Anschreiben und Lebenslauf dürfen keine Rechtschreibfehler enthalten
  • Rat im Berufsinformationszentrum holen: hier gibt es weitere Hilfestellungen rund um die Themen Bewerbung oder Vorstellungsgespräch
  • Bei allen Fragen rund um das Thema “Ausbildung mit Migrationshintergrund” und zu Fördermöglichkeiten, stehen Berater der örtlichen Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern sowie der Kammern der Freien Berufe zu Verfügung. Auch die Agentur für Arbeit sowie Interessensvertreter einzelner Migrantengruppen halten Informationen zu diesem Thema bereit

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