Interview mit einer Auszubildenden zum Dualen Studium bei der NRW.BANK

Ein Duales Studium stellt an die Studierenden hohe Anforderungen. Wir haben Kathrin getroffen und uns mit ihr über das Duale Studium unterhalten. Kathrin absolviert bei der NRW.BANK ein Duales Studium “Bachelor of Arts – Banking und Finance” und erzählt im Interview wie das abläuft.

azubister: Wie alt warst du als du deine Ausbildung begonnen hast?

Kathrin: Bei Ausbildungsbeginn war ich 19 Jahre alt.

azubister: Du machst deine Ausbildung bei der NRW.BANK. Diese ist ja keine “normale” Bank, sondern eine Förderbank. Kannst du uns etwas zur NRW.BANK erzählen?

Kathrin: Das kommt darauf an, was man unter einer „normalen“ Bank versteht. Aber es stimmt: im Gegensatz zu Sparkassen, Volksbanken und Privatbanken haben wir als Förderbank für Nordrhein-Westfalen kein Filialnetz und bei uns gibt es auch kein Kassengeschäft. Wir haben zwei Sitze: einen in Düsseldorf und einen in Münster. Unser Eigentümer ist das Land Nordrhein-Westfalen, das wir mit Hilfe verschiedenster Förderprodukte bei der Erfüllung seiner Aufgaben unterstützen. So vergeben wir Darlehen an Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen. Aber auch die Beratung zu Fragen rund um Gründung und Wachtum von Unternehmen zählt zu unseren Aufgaben. Unsere Produkte unterscheiden sich insbesondere durch die sehr günstigen Konditionen von denen anderer Kreditinstitute. Wichtigstes Ziel der NRW.BANK ist es nicht Gewinne zu erzielen, sondern Menschen in Nordrhein-Westfalen zu fördern.

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Duales Studium – Die NRW.BANK machts möglich

azubisterWieso hast du dich für den Dualen Studiengang Bachelor of Arts – Banking und Finance entschieden und wie bist du auf das Angebot der NRW.BANK aufmerksam geworden?

Kathrin: Bereits in der 12. Klasse stand für mich fest, dass ich nach meinem Abitur ein duales Studium bei einer Bank durchlaufen wollte. Ich fand die Kombination von Theorie und Praxis besonders spannend. Dass ich mich ausgerechnet bei der NRW.BANK beworben habe, lag an einem sehr hilfsbereiten Berater bei der Bundesagentur für Arbeit, der mich auf die Ausbildungsstelle aufmerksam machte. Überzeugt hat mich dann die tolle Atmosphäre, die in der NRW.BANK herrscht – gerade auch im Vergleich zu anderen Unternehmen. Während meiner Bewerbungsphase habe ich einige Unternehmen kennen gelernt. Nirgendwo wurde ich so freundlich und aufmerksam empfangen, wie in der NRW.BANK. Dass der Studiengang Banking & Finance im Blockmodell von einer staatlich anerkannten Hochschule direkt am Standort Düsseldorf angeboten wird, war für mich aber ebenso wichtig.

azubister: Wie ist das Studium aufgebaut? Was sind die Inhalte der Vorlesungen?

Kathrin: Das Studium läuft nach einem Blockmodell. Das bedeutet zehnwöchige Theoriephasen wechseln sich mit viermonatigen Praxisphasen ab. Das hat den klaren Vorteil, dass wir uns, je nachdem ob wir uns im Studium oder in der Bank befinden, vollständig auf eine Sache konzentrieren können. Auch wenn ein duales Studium uns sicherlich andere Kompetenzen abverlangt, als ein Vollzeit-Studium, haben wir so zweimal im Jahr ein echtes Studentenleben. Inhaltlich ist der Studiengang „Banking and Finance“ mit einem BWL-Studium zu vergleichen: Auch bei uns stehen Rechnungslegung, Mikroökonomie und Recht auf dem Stundenplan. Allerdings gibt es in einigen Modulen bankrelevante Schwerpunkte. Im zweiten und vierten Semester haben wir uns beispielsweise intensiv mit Derivate- und Asset-Management beschäftigt.

azubister: Die Praxisphasen finden ja im Betrieb statt. Erzähl uns doch kurz von deinem Arbeitsalltag.

Kathrin: Mein Arbeitsalltag ist vor allem eines: sehr abwechslungsreich. In den viermonatigen Praxiseinsätzen bin ich in mindestens zwei verschiedenen Bereichen eingesetzt. In den letzten zwei Jahren durfte ich in die Wohnraumförderung, das Risikomanagement, den Personalbereich und die IT hineinschnuppern. Ein zusätzliches Highlight war mein achtwöchiger Aufenthalt in unserer Niederlassung in Brüssel. In jedem Bereich wurde ich intensiv in die jeweiligen Aufgaben eingearbeitet, so dass ich bereits nach kurzer Zeit das Team unterstützen konnte. Im Risikomanagement durfte ich an Kreditüberwachungen mitschreiben, in der Wohnraumförderung telefonisch Kunden beraten, im Bereich Personal Einsatzpläne für Praktikanten erstellen und in der IT projektbezogene Auswertungen anfertigen.

azubister: Wenn du dein Duales Studium abgeschlossen hast, was möchtest du danach machen?

Kathrin: Während meiner Ausbildung haben mich bislang insbesondere die Bereiche Risikomanagement und Personal angesprochen. Deshalb würde ich gerne nach der Ausbildung in einem dieser Bereiche arbeiten. Zum Glück bildet die NRW.BANK für den eigenen Bedarf aus. Außerdem habe ich mir fest vorgenommen, nach dem Bachelor auch den Master zu machen. Hierzu bietet die NRW.BANK ihren Mitarbeitern eine finanzielle Unterstützung an. Langweilig wird es also auch nach der Ausbildung nicht.

azubister: Ein Studium bedeutet auch viel lernen und Selbstdisziplin. Wie gehst du hiermit um?

Kathrin: Natürlich ist der Studienblock anspruchsvoll – insbesondere die Klausurphasen. In relativ kurzer Zeit muss dann viel Stoff gelernt werden. Meine Devise ist deshalb, von Anfang an „am Ball zu bleiben“, also Vorlesungen nachzubereiten und direkt das Wichtigste zusammen zu fassen. Mit dieser Vorgehensweise bin ich bislang sehr gut gefahren. Trotzdem bleibt aber immer auch Zeit, in der ich Sport machen oder Freunde treffen kann.

azubister: Würdest du dich wieder für ein Duales Studium entscheiden?

Kathrin: Auf jeden Fall. Man lernt in kurzer Zeit sehr viel und kann die theoretischen Inhalte des Studiums sofort in der Praxis umsetzen. Und neben den spannenden Einblicken in verschiedene Tätigkeiten lernt man ja auch immer wieder neue nette Menschen kennen. Im Gegensatz zu vielen Studenten an der Uni weiß ich bereits jetzt, wie es ist, Teil eines Unternehmens zu sein. Daher bin ich nach wie vor sehr zufrieden mit meiner Entscheidung für das duale Studium in der NRW.BANK. Das kann ich jedem nur empfehlen.