Jugendwohnen im Kolpinghaus

Für die Ausbildung in eine neue, fremde Stadt ziehen. Da stellt sich natürlich schnell die Frage nach einer passenden Unterkunft. Wo kann ich wohnen und wie kann ich das bezahlen? Die Ausbildungsvergütung ist eher gering und hohe Mieten können nur die Wenigsten zahlen. Das Kolping Jugendwohnen stellt hierbei eine wirklich interessante Alternative dar. azubister hat sich im Kolpinghaus Köln-Ehrenfeld mal umgeschaut und sich von den Azubis Wiebke und Adrian sowie der Pädagogin Annelie Reichhardt über das Jugendwohnen im Kolpinghaus berichten lassen.

Ein neues Zuhause für junge Menschen

Im Haus in Köln finden junge Menschen von 16 bis 27 Jahren während ihrer Ausbildung, ihres Praktikums oder sonstiger schulischer Maßnahme (dies kann auch nur der Blockbesuch der Berufsschule sein) eine Unterkunft, sozialpädagogische Begleitung und dazu noch Freizeitangebote. Hier finden sich 49 Einzelzimmer, welche mit Schreibtisch, Stuhl, Kleiderschrank und Bett ausgestattet sind. Für ein gemütliches Heim mit Bildern, Postern, Fernseher etc. können die Bewohner selbst sorgen. Jedes Zimmer hat ein eigenes Bad mit WC und Dusche. In der Gemeinschaftsküche können die Bewohner des Hauses zusammen speisen und neue Kontakte knüpfen.

Voraussetzung: Ausbildungsvertrag und Berufsausbildungsbeihilfe

Kolpighaus Jugendwohnen

Wiebke, Adrian und die Pädagogin Annelie Reichhardt haben Spaß im Kolpinhaus

Wiebke (21), angehende Buchbinderin, ist für ihre Ausbildung von Dortmund nach Köln gezogen. Sie erzählt, dass sie über ihre Familie auf das Angebot aufmerksam gemacht wurde. “Im Internet habe ich dann alle weiteren wichtigen Informationen gefunden. Zuerst musste ich eine Bewerbung schreiben, also was für eine Ausbildung ich machen werde und welche Hobbies ich habe. Danach habe ich recht schnell mein Zimmer bekommen und bin mit Sack und Pack nach Köln.” Auf die Frage nach den Mieten, erzählt Annelie Reichhardt, dass “sich die Kosten für ein Zimmer nach den Ansprüchen richten, die ein Auszubildenden an Berufsausbildungsbeihilfe hat (BAB). Wir sprechen in dem Zusammenhang daher nicht von Mieten sondern von Tagessatz und Eigenanteil. Es kann sogar sein, dass das Amt zusätzlich eine Art Taschengeld zahlt. Wir helfen bei der BAB-Beantragung.”

Ausbildung, Wohnen und Freizeit

Jugendwohnen

Wer Anschluss in einer neuen Stadt sucht, der findet diesen schnell

Um ein Zimmer in Kolpinghaus zu beziehen, muss man zuerst einen Ausbildungsplatz haben und berechtigt sein BAB beziehen zu können. Besonders in den Großstädten sind die Mieten hoch: “Nachdem ich gesehen was die Mieten so in Köln sind, kam für mich eigentlich nur das Jugendwohnen im Kolpinhaus in Frage. Anfangs fiel mir es aber wirklich schwer meinen alten Freundeskreis zu verlassen, aber auch da hat mir das Kolpinghaus weiterhelfen können. Man findet wirklich recht schnell Anschluss hier.” Sprich: jeder der Anschluss finden möchte, der bekommt den auch. Egal ob gemeinschaftliches DVD-gucken oder Kochen – im Kolpingaus ist viel geboten. Adrian, der eine Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit macht, erzählt, dass er zwar “nicht alle Bewohner kennt. Aber ich habe trotzdem gute Freunde hier gefunden.”
Neben den Bewohnern, die ihre gesamte Ausbildungszeit im Haus wohnen, gibt es auch viele Blockschüler, die nur für ihre Berufsschulzeit Bewohner sind. “Besonders im August / September, also zu den klassischen Ausbildungsstart-Termine, bekommen wir immer einen großen Schwung neue Bewohner”, erzählt Annelie Reichhardt. Das Kolpinghaus bietet Azubis die Chance auf bezahlbares Wohnen – und die freundliche Atmosphäre spürt man, wenn man zu Besuch im Haus ist. Mehr Informationen erhaltet ihr hier: www.kolping-jugendwohnheime.de oder www.auswaerts-zuhause.de

Durch Einrichtungen wie das Kolping Jugendwohnen, braucht man keine Angst mehr zu haben, für eine Ausbildung in eine fremde Stadt zu ziehen.