Immer mehr Mädchen in Technik-Berufen – So steht es wirklich um Frauen und Technik!

Du denkst Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind nur was für Jungs? Dann hast du noch Vorurteile gegenüber den MINT Berufen. Dabei gibt es heutzutage gar keinen Grund mehr dafür. Immerhin hatte sich auch Angela Merkel ihrerzeit für eine Ausbildung zur Physikerin entschieden. 

MINT-Umfrage beweist: Immer mehr Schülerinnen trauen sich technische Berufe zu

Laut einer aktuellen Umfrage von Censuswide sind mittlerweile Mädchen genauso begeistert von den mathematisch-naturwissenschaftlichen Berufen wie Jungs. Allerdings beklagen Schülerinnen und Schüler die mangelnde Praxis in der Schulzeit. Fast drei Viertel aller Schüler (71%) monieren den fehlenden Umgang mit neuen Technologien. Umso wichtiger ist es, schon in der Schule berufsorientierende Praktika zu absolvieren, um frühzeitig einen Bezug zur Arbeitswelt zu schaffen.

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Eine Übersicht über die Umfrage

Die Umfrage zu Berufswünschen und Lieblingsfächern ergab, MINT-Fächer zählen bei beiden Geschlechtern zu den beliebtesten Fächern (Jungen 35% u. Mädchen 33,4%). Dabei ist auffällig, dass sich Schüler eher für die anwendungsbezogenen Bereiche (Physik, Chemie, Informatik) und Schülerinnen eher für theoretische Gebiete wie Mathematik interessieren. Fast die Hälfte (45%) der Befragten wünscht sich, später auch tatsächlich in diesen Bereichen zu arbeiten.

Dennoch ist das Klischee noch nicht ganz aus der Welt. Während Jungs noch immer v.a. Berufe wie Ingenieur (19,7 %) oder Programmierer (16,0 %) anstreben, sind Mädchen immer noch vorherrschend an Ausbildungen in den Bereichen Kunst/Design (16 %), Medizin (15,5 %) oder „irgendwas mit Medien“ (13,40 %) interessiert. Nur einige wenige zielen abstrakt auf Bundeskanzler (1,7 %) oder Star (8,7 %).

So starten Mädchen mit MINT-Berufen richtig durch

Die Chance ist hoch, einen Ausbildungsplatz in einem MINT-Beruf zu bekommen, denn gerade in diesen Bereichen suchen Unternehmen händeringend nach Arbeitskräfte und Fachpersonal. 60% der MINT-Stellen sind derzeit unbesetzt.

“Bis zum Jahr 2020 werden 670.000 Arbeitskräfte mit einer MINT-Berufsausbildung fehlen, um allein die altersbedingt ausscheidenden Fachkräfte zu ersetzen. Sollte sich dieses Bild fortsetzen, werden in nur 5 Jahren bis zu 1,3 Millionen Fachkräfte fehlen.” mahnt Prof. Dr. Axel Plünnecke, Leiter Kompetenzfeld Humankapital und Innovation am Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Also mach dich schlau und bewirb dich für einen Ausbildungsplatz 2015 im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Nutze Ausbildungsmessen, “Girlsdays”/”Boysdays” oder mach ein Praktikum vorab, um in das Berufsfeld reinzuschnuppern.