Der Report – Ausbildung 2014

Der Ausbildungsbericht 2014 des Bundesministerium für Bildung und Forschung spricht klare Worte. Es gibt einerseits viele Ausbildungssuchende und gleichzeitig für Unternehmen Schwierigkeiten geeignete Azubis zu finden.

Erfolg mit dualem System – trotzdem Fachkräftemangel

In Deutschland herrscht Fachkräftemangel, das dürfte langsam jeder wissen. Dies ist ein Problem, das die duale Berufsausbildung nicht besser macht, auch wenn dieses Modell großen Erfolg hat. Dabei ist die Nähe zum Betrieb ein großer Vorteil. Unternehmen können ihren Fachkräftenachwuchs praxisnah und bedarfsgerecht ausbilden. Außerdem gibt sie dir als Auszubildenden hohe Chance auf Übernahme. “Laut EUROSTAT verzeichnet Deutschland mit unter 8% die niedrigste Jugenderwerbslosigkeit in Europa”, (www.bmbf.de).

Wir stellen dir die aktuellen Probleme vor

Ausbildung für Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/-in

Verglichen mit 2012 sank die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge stark. Aber die Konjunktur kann nicht schuld daran sein, denn sie ist in Deutschland gut. Auch die sinkenden Schulabgängerzahlen kann nicht der Grund sein, denn 2013 stiegen die Zahlen wieder.

Trotz der vielen Ausbildungssuchenden, können Unternehmen ihre Ausbildungsplätze nicht besetzen. Auch Betriebsbefragungen beweisen die Schwierigkeiten. Dies ist auch in der Datenbank der Bundesagentur für Arbeit, für unbesetzte Berufsausbildungsstellen (2011- 29.700, 2012- 33.300, 2013- 33.500). Auch Betriebsbefragungen beweisen das.

Schwierigkeiten bei Ausbildung 2014

Die Anzahl der Bewerber, die kein Ausbildungsplatz gefunden haben, stieg mit 21.000 im Jahr 2013 gravierend. Genauso, diejenigen, die eine Alternative zu einer begonnen haben, wie z.B. berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen, Praktikum etc.. Während dieser Alternativen suchen sie stets weiter nach einem Ausbildungsplatz.

Viele Jahre entwickelte sich die Anzahl der Ausbildungsbetriebe, unter der Gesamtsumme der Betriebe gleich. Doch seit dem Jahr 2009 gab es eine gravierende Änderung, die noch anhält. Die Gesamtzahl der Betriebe ist weiter gewachsen, die Zahl der Ausbildungsbetriebe jedoch sank. 2012 betrug die Ausbildungsbetriebsquote (der Anteil der Ausbildungsbetriebe an allen Betrieben) nur noch 21,3 Prozent (2011: 21,7 Prozent). Natürlich darf auch nicht jeder Betrieb ausbilden, musst du wissen.

Mit ein Grund für rückläufige Ausbildungszahlen und Fachkräftemangel ist die große Zahl der Studienanfänger in Deutschland. Diese ist erstmals höher als die, der Anfänger in der dualen Berufsausbildung. Einmal ist es die ” Höherqualifizierung” trend, aber auch doppelte Abiturjahrgänge sind der Grund. Deutschland als Wirtschaftsland ist gerade auf die duale Berufsausbildung angewiesen, gerade auf der mittleren Qualifikationsebene, also auf der Ebene der Fachkräfte mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung. Also kommt es zu Fachkräfteengpässen.

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Viele Fachkräfte mit mittlerem Qualifikationsniveau gehen in den Ruhestand. Dort entsteht dann eine Lücke, die nur durch kontinuierliche Ausbildung geschlossen werden kann.

Der Anstieg der Schulabgängerzahlen 2013 war kurzfristig. 2014 ist die Zahl der nichtstudienberechtigten Schulabgänger und Schulabgängerinnen wieder zurückgegangen und wird sich in den Folgejahren fortsetzen. Da mittel- und langfristig auch die Zahl der studienberechtigten Schulabgänger sinken wird, steht der Ausbildungsmarkt vor großen Hürden.

Künftig wird es noch stärker darauf ankommen, alle Potenziale – leistungsstarke wie auch schwächere Jugendliche – für den Ausbildungsmarkt zu erschließen, um den Fachkräftenachwuchs für Deutschland zu sichern.

Lass dich von diesen Zahlen aber nicht abschrecken. Bewirb dich mit deinen Unterlagen auf deinen Traumberuf.

Viel Erfolg!

Der gesamte Berufsbildungsbericht 2014.