Ausbildung Fotograf /-in
Die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fotografen/zur Fotografin von 1997 wurde modernisiert. Aufgrund der veränderten Anforderungen in diesem Handwerksberuf wurde mit Sachverständigen des Centralverbandes der Deutschen Berufsphotographen (CV) für die Arbeitgeberseite und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für die Arbeitnehmerseite eine den heutigen Anforderungen gerecht werdende Ausbildungsverordnung entwickelt.
Schwerpunkte
Die auffälligste Neuerung ist die Änderung der Ausbildungsstruktur. Neu ist die Differenzierung der Ausbildung nach den Schwerpunkten Porträtfotografie, Produktfotografie, Industrie- und Architekturfotografie sowie Wissenschaftsfotografie.
Diese Differenzierung ermöglicht es den ausbildenden Betrieben, die Ausbildung zum Fotografen und zur Fotografin besser an die vorhandenen betrieblichen Schwerpunkte anzupassen. So ist es für Auszubildende im Schwerpunkt Porträtfotografie nicht verpflichtend, über die Vermittlung von Grundkenntnissen hinaus die spezifische Anwendung einer Fachkamera im Ausbildungsbetrieb zu lernen. Dies bleibt den übrigen Schwerpunkten vorbehalten. Dafür müssen für die Porträtfotografie spezifische Qualifikationen vermittelt werden, beispielsweise zum Umgang mit Kunden in der Aufnahmesituation.
Der Schwerpunkt Wissenschaftsfotografie richtet sich insbesondere an Institutionen aus dem Bereich der Forschung und Lehre, aber auch an polizeiliche Einrichtungen. Dieser Schwerpunkt, der in Zusammenarbeit mit der Sektion Wissenschaftsfotografie der DGPh erarbeitet wurde, soll die Möglichkeiten der Fotografenausbildung in diesem Bereich erweitern.
Die Basis in den ersten Jahren der Ausbildung ist so breit angelegt, dass nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung – gleich in welchem Schwerpunkt sie stattgefunden hat – die Absolventen und Absolventinnen in nahezu allen Bereichen der Fotografie tätig werden können.
Neue Ausbildungsinhalte
Um der Bedeutung für die Fotografie gerecht zu werden, wurde dem Einsetzen von Beleuchtung und dem Umgang mit Licht eine eigene Berufsbildposition gewidmet, deren Inhalte über die in der alten Ausbildungsordnung zu vermittelnden Qualifikationen hinausgehen.
Neu ist die erweiterte Vermittlung fotorechtlicher Vorschriften, die eine zunehmende Bedeutung in dem Beruf bekommen haben. Ebenfalls neu ist, dass dem Bilddatenhandling und der Bildbearbeitung einschließlich der Berücksichtigung des Farbmanagements über eine eigene Berufsbildposition ein bedeutender Platz in der Ausbildung eingeräumt wird.
Lernfelder
Der Rahmenlehrplan für die berufsschulische Ausbildung wurde vollständig neu strukturiert und gestaltet und beruht auf dem Lernfeldkonzept der KMK. Die Struktur der Lernfelder orientiert sich dabei an konkreten beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen.
Prüfungen
Die Anforderungen in der Zwischen- und Gesellenprüfung wurden so überarbeitet, dass sie den aktuellen Vorgaben entsprechen. Neu ist bei der Gesellenprüfung u.a., dass als Prüfungsstück eine Aufnahmeserie nach eigenem Thema hergestellt werden muss. Diese Aufnahmeserie wird dem Prüfungsausschuss in einer Präsentation vorgestellt.
Ausbildungsdauer
Drei Jahre
In-Kraft-Tretten
1.August 2009
Tätigkeitsfelder
Fotografen und Fotografinnen arbeiten als Selbstständige oder Angestellte überwiegend in handwerklichen Betrieben, Industriebetrieben, Behörden, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen. Sie konzipieren fotografische Aufnahmen, bereiten diese vor, setzen sie fototechnisch um und arbeiten sie zum Endprodukt aus. Hierbei berücksichtigen sie die Gestaltungsanforderungen und -bedingungen fotografischer Darstellungen ebenso wie die technischen Anforderungen und den Verwendungszweck fotografischer Aufnahmen.
Berufliche Qualifikation
Fotografen und Fotografinnen- analysieren Kundenwünsche und Auftragsziele,
- beraten Kunden bei der Gestaltung und Realisierung fotografischer Aufnahmen und planen Arbeitsabläufe,
- erstellen Aufnahmenentwürfe und Bildkonzeptionen
- bereiten die Umsetzung fotografischer Aufnahmen vor,
- setzen Beleuchtung unter Berücksichtigung der Lichtarten und Lichtführung ein,
- setzen eigene oder vorgegebene Bildkonzeptionen in fotografische Aufnahmen um,
- bearbeiten Bilddaten technische und gestalterisch unter Berücksichtigung der Bildkonzeption,
- stellen die aufbereiteten Daten für die weitere Verwendung in unterschiedlichen Medien bereit,
- geben Bilddaten auf unterschiedlichen Ausgabegeräten aus,
- archivieren Bilddaten,
- wenden qualitätssichernde Maßnahmen an,
- berücksichtigen rechtliche Grundlagen und betriebswirtschaftliche Aspekte.
Fragen Fotograf
Interviews Fotograf
Meine Ausbildung ist sehr vielseitig. Ich werde jeden Tag wieder aufs neue gefordert und bin ein vollwertiger Mitarbeiter in unserem großen Studio. Wir haben 12 Auszubildene die aktiv das Studio mit gestalten und tragen. Jeden Tag mit Menschen zusammen arbeiten, reisen und mit aktuellster Technik das Foto von Anfang bis zum Ende in den Otto-Katalog zu begleiten ist eine wunderschöne und spannende Erfahrung.
Interview Fotograf, Stefan
Urpsrünglich wollte ich etwas ganz anderes studieren, wurde aber nicht genommen und wollte dann Fotografie studieren, das mit der Ausbildung hat sich dann während dem Praktikum dort ergeben. Möchte aber nach der lehre nochmal studieren gehen (fotografie)
Interview Fotograf, Sebastian
Bundeswehr
Salzgitter Mannesmann Handel GmbH
FOM Hochschule für Oekonomie & Management
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Mitglieder:155
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Interviews:3
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Kategorie:
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Typ:
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Dauer:36 Monate
Mitglieder der Ausbildung
Nico
Nadine
Matthias
Oliver
Ann-Kathrin
Jasmin







