Ausbildung Musikfachhändler/in
Eine Aktualisierung des Vorläuferberufs „Musikalienhändler“, den es seit 1954 gab, war dringend erforderlich, um eine moderne und zukunftsorientierte Ausbildung für diesen Bereich anbieten zu können.
Musikfachhändler und Musikfachhändlerinnen verkaufen und vermarkten die musikspezifischen Sortimente Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger, die musische Veranlagungen, insbesondere eine Affinität zur Musik, voraussetzen. Neuere Entwicklungen bei den Sortimenten, bei kaufmännischbetriebswirtschaftlichen Tätigkeiten sowie im rechtlichen Bereich wurden bei der Modernisierung der Ausbildung berücksichtigt. Darüber hinaus wurden inhaltliche Erweiterungen vorgenommen, wie bei der fremdsprachlichen Kompetenz, der IT-Kompetenz, der unternehmerischen Selbstständigkeit ebenso wie bei Kompetenzen im Bereich der Kommunikation, Kooperation, Arbeitsorganisation gemäß technologischer, produktbezogener, rechtlicher, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Entwicklungen.
Mit der Schaffung der Ausbildungsordnung wurde erstmals für diesen Ausbildungsberuf ein Ausbildungsrahmenplan mit sachlicher und zeitlicher Gliederung formuliert, in dem die Inhalte nach Berufsbildpositionen und Lernzielen gegliedert sind.
Neue Berufsbezeichung
Die Berufsbezeichnung wurde verändert: der modernisierte Beruf nennt sich jetzt Musikfachhändler/Musikfachhändlerin. Dadurch wird deutlich, dass die Berufsangehörigen nicht nur mit Musikalien, sondern auch mit Musikinstrumenten und Tonträgern handeln.
Wahlmöglichkeiten:
Wahlqualifikationen und Zusatzqualifikationen Der einheitliche Ausbildungsberuf wurde zusätzlich differenziert und in Form von Wahlqualifikationen strukturiert, indem je nach Schwerpunktsetzung des Ausbildungsbetriebs aus den drei Wahlqualifikationseinheiten Musikinstrumente, Musikalien und Tonträger eine auszuwählen ist, die dann vertiefend vermittelt wird. Eine Wahlqualifikationseinheit hat einen Vermittlungsumfang von sechs Monaten. Die Differenzierung wurde deshalb erforderlich, damit der Schwerpunktsetzung und Spezialisierung der Unternehmen des Musikfachhandels Rechnung getragen werden kann. Darüber hinaus stehen die nicht gewählten Wahlqualifikationen als Zusatzqualifikationen zur Verfügung. Die Aufnahme von Zusatzqualifikationen nach § 49 BBiG in einen Ausbildungsberuf wurde hier erstmals nach der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes von 2005 in einem anerkannten Ausbildungsberuf vorgenommen. Zusatzqualifikationen dienen der Förderung von leistungsstarken Auszubildenden, die schon während der Ausbildung ihr Profil ausbauen und erweitern wollen, indem sie über die Ausbildung hinausgehende Qualifikationen erwerben, die in einer gesonderten Prüfung in mündlicher Form abge- nommen und in einem Zeugnis dokumentiert werden. Die Prüfung umfasst die Inhalte der Wahlqualifikation, die als Zusatzqualifikation gewählt wurde; sie wird in Form eines Kundenberatungsgesprächs gestaltet.
Neu: erstmalig ein eigener Rahmenlehrplan
Der Rahmenlehrplan ist nach Lernfeldern strukturiert, die sich in ihrer Ausgestaltung und Zielsetzung an betrieblichen Handlungsfeldern orientieren. Die Ziele der Lernfelder beschreiben den Qualifikationsstand am Ende des Lernprozesses und stellen den Mindestumfang der zu vermittelnden Kompetenzen dar. Sie führen zur komplexen beruflichen Handlungskompetenz in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen des Musikfachhandels.
Einführung der Gestreckten Prüfung
Die Gestreckte Prüfung nach § 5 Absatz 2 Nr. 5 BBiG, die sich durch die Abschlussprüfung in zwei auseinanderfallende Teile auszeichnet, soll ab August 2009 für den Ausbildungsberuf „Musikfachhändler/Musikfachhändlerin" durchgeführt werden. Eine Zwischenprüfung wird in diesem Ausbildungsberuf dann nicht mehr durchgeführt.
Die Gestreckte Prüfung teilt sich auf in Teil 1 und Teil 2. Teil 1 enthält die Inhalte der ersten beiden Ausbildungsjahre und findet nach dem zweiten Jahr statt. Teil 2 der Gestreckten Prüfung findet am Ende des dritten Ausbildungsjahres statt. Für das Gesamtergebnis wird Teil 1 der Abschlussprüfung mit 40 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung mit 60 Prozent gewichtet.
Ausbildungsdauer
Drei Jahre
In-Kraft-Treten:
1 August 2009
Tätigkeitsfelder:
Musikfachhändler und Musikfachhändlerinnen arbeiten in Unternehmen der Musikwirtschaft, zum Beispiel
- in Musikfachgeschäften, im Musik-Versandhandel und in Online-Shops,
- im Großhandel für Musikalien, Musikinstrumente und Tonträger,
- in Musikabteilungen von Warenhäusern sowie in Fachmärkten,
- in Musikverlagen,
- in Betrieben der Veranstaltungsbranche,
- in der Musikindustrie und bei Instrumentenherstellern.
Berufliche Qualifikation
Musikfachhändler und Musikfachhändlerinnen- verkaufen insbesondere fachbezogene Waren und Dienstleistungen wie Musikinstrumente und Zubehör, Musikalien und Tonträger,
- informieren und beraten Kunden, vorwiegend Musiker und Musikinteressierte, über fachbezogene Waren und Dienstleistungen wie Musikinstrumente und Zubehör, Musikalien, Tonträger,
- verkaufen fachbezogene Waren und Dienstleistungen sowie andere Erzeugnisse,
- nutzen bei ihrer Tätigkeit Kenntnisse über Musik- und Notenlehre, Musikgeschichte, Musikliteratur, Kunst- und Kulturgeschichte sowie über die Herstellung und Verwendung von Instrumenten und Tonträgern,
- berücksichtigen Urheber-, Leistungsschutz- und Verwertungsrechte,
- wenden fachbezogen Bibliografien und Nachschlagewerke an,
- wirken bei der Sortimentsgestaltung mit unter Berücksichtigung der Marktentwicklung,
- wirken bei Planung und Durchführung von verkaufsfördernden Maßnahmen in Vertrieb und Marketing mit, platzieren und präsentieren Waren,
- wirken an warenwirtschaftlichen Prozessen wie Einkauf, Lagerung und Vertrieb mit,
- führen Erfolgskontrollen durch und leiten Maßnahmen daraus ab,
- kooperieren mit Konzertveranstaltern, Bühnen, Medienanstalten und der Tonträgerindustrie,
- wirken bei der Personaleinsatzplanung mit,
- arbeiten team-, kunden-, service- und prozessorientiert.
Fragen Musikfachhändler
Bundeswehr
Salzgitter Mannesmann Handel GmbH
FOM Hochschule für Oekonomie & Management
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Mitglieder:23
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Kategorie:
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Typ:
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Dauer:36 Monate
Mitglieder der Ausbildung
David
Verena
Julian
Xellos
Idris
Fabricio


