Beim Bergbau musst du richtig baggern.

Beim Bergbau musst du richtig baggern.

Bergbautechnologe/-in

  • Duale Ausbildung
  • Dauer 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung zwischen 556 € ( 1. Ausbildungsjahr) und 862 € ( 3. Ausbildungsjahr)
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Die Ausbildung zum Bergbautechnologen

Die Neuordnung der Ausbildung Bergbautechnologe modernisiert die bisherige Ausbildungsordnung Bergmechaniker und erweitert sie zugleich um den Bereich der Tiefbohrtechnik.

Der hohe Mechanisierungsgrad bzw. teilautomatisierte Arbeitsabläufe in Bergbaubetrieben verlangen heute in hohem Maße spezielle Qualifikationen für die bergtechnischen Arbeiten. Dazu gehören insbesondere der fachmännische Umgang mit bergbautechnischen Maschinen, Systemen und Anlagen, die Erstellung und Anpassung des bergmännischen Hohlraumes unter Beachtung geologischer Gegebenheiten sowie die Bewältigung der Rohstoffgewinnungsprozesse. Die Neuordnung trägt dieser Entwicklung Rechnung, indem bisherige Inhalte der Metallbearbeitung deutlich reduziert werden. Dadurch ist auch eine Verkürzung auf drei Jahre Ausbildungszeit möglich.

Zusätzlich eröffnen sich durch die Einbeziehung der Tiefbohrtechnik neue Ausbildungsbereiche im Bergbau bei gleichzeitiger Absicherung des Fachkräftebedarfs in diesen Betrieben. Die neue Struktur des Ausbildungsberufes mit den beiden Fachrichtungen Tiefbautechnik und Tiefbohrtechnik berücksichtigt dabei das breite Spektrum unterschiedlicher Unternehmensprofile und die erforderlichen fachlichen Differenzierungen.

Mit der Modernisierung des Berufes ist erstmals auch die Öffnung der Ausbildung für Frauen vorgesehen.

Ausbildungsdauer:

Drei Jahre

In-Kraft-Treten:

1 August 2009

Tätigkeitsfelder:

Bergbautechnologen führen bergtechnische Arbeiten im Unter- und Übertagebetrieb aus, beispielsweise

  • im Steinkohlenbergbau,
  • im Kali- und Steinsalzbergbau,
  • im Erzbergbau,
  • in Betrieben der Tiefbohrtechnik,
  • in Betrieben der Untertagedeponien,
  • in sonstigen Betrieben der Rohstoffgewinnung.

Berufliche Qualifikation

Ausbildung Bergbautechnologen und Bergbautechnologinnen:

  • nehmen Maschinen, Systeme und Anlagen der Bergbautechnik in Betrieb, bedienen und warten sie,
  • montieren und demontieren Maschinen, Systeme und Anlagen der Bergbautechnik,
  • bearbeiten Werkstoffe und wenden Steuerungstechnik an,
  • beurteilen Grubengebäude und analysieren geologische Gegebenheiten,
  • führen logistische Prozesse der Transport- und Fördertechnik durch,
  • wirken bei der Anpassung und Dimensionierung des bergmännisch hergestellten Hohlraumes mit,
  • beachten die Vorschriften des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes,
  • arbeiten qualitäts-, team- und prozessorientiert.

Ausbildung Bergbautechnologen in der Fachrichtung Tiefbautechnik:

  • fahren Grubenbaue auf, unterhalten, verwahren und sichern diese,
  • ermitteln bewetterungs- und klimatechnische Gegebenheiten und Anforderungen und leiten entsprechende Maßnahmen ein,
  • wirken bei Lagerstättenerschließungen mit,
  • wenden Vortriebs- und Gewinnungsverfahren an,
  • bringen Versatz und Deponiematerial ein,
  • nehmen Fahrungssysteme in und außer Betrieb und nutzen diese.

Bergbautechnologen in der Fachrichtung Tiefbohrtechnik stellen Bohrlöcher her und kontrollieren diese, wirken bei der Bohrlochmessung und Zementierung mit, bearbeiten Bohrspülungen und setzen sie ein, überwachen die Prozessabläufe der Bohrtechnik und der Rohstoffgewinnung.

Ausbildungsvergütung Bergbautechnologe

In der Ausbildung zum Bergbautechnologen kannst du mit folgender Ausbildungsvergütung rechnen. Das Gehalt variiert hierbei leicht je nach gewählter Fachrichtung. Die Agentur für Arbeit gibt folgende Durchschnittswerte an:

  • 1. Lehrjahr: bis zu 697,- €
  • 2. Lehrjahr: bis zu 760,- €
  • 3. Lehrjahr:  bis zu 862,- €

Berufliche Karriere als Bergbautechnologe

Nach deiner Ausbildung zum Bergbautechnologen findest du in Unternehmen Anstellung, die auch direkt mit dem Bergbau verbunden sind. Hierbei kannst du mit einen Einstiegsgehalt, jen nach Tarifvertrag, um die 1900,- € rechnen. 

Und jetzt?