Zwei Schüler im Labor

Zwei Schüler im Labor

Biologielaborant/-in

  • Duale Ausbildung
  • Dauer der Ausbildung: 42 Monate 
  • Ausbildungsvergütung zwischen 747 € (1. Ausbildungsjahr) und 961 € ( 4. Ausbildungsjahr) monatlich.
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Die Ausbildung zum/zur Biologielaboranten/-in

Das Berufsbild des unterstützenden Laboranten in der wissenschaftlichen und angewandten Forschung der Biologie ist wie das Leben selbst sehr vielfältig, umfangreich und interessant. In Zusammenarbeit mit Biologen, Bakteriologen, Biochemikern oder Medizinern erforschst Du künstliche und natürliche Einwirkungen auf Lebewesen aller Art. Dabei kann es sich sowohl um die Wirkungen von Arzneimitteln auf Kleinstlebewesen und größere Tiere, als auch um die Auswirkungen von Umweltgiften auf die Nahrungskette handeln. Der Schutz des Lebens und der Pflanzenschutz stehen hier im Mittelpunkt.

Du arbeitest einmal mit kleinsten Mengen und empfindlichen Messgeräten, ein anderes mal betreust Du große Pflanzenmengen in Versuchsbeeten, Gewächshäusern oder Freilandflächen. Du lernst, Versuche und Beobachtungen mit mathematischen Methoden auszuwerten; hierfür stehen heute erprobte Rechenverfahren zur Datenverarbeitung zur Verfügung.

Du kannst mit dieser grundlegenden Ausbildung beispielsweise später in der Arzneimittelforschung, im Hygienebereich zur Vermeidung ansteckender Krankheiten, in der Pflanzenzüchtung, im Pflanzenschutz und in der Nahrungsmittelherstellung arbeiten. Diese Fachausbildung eröffnet Dir ein weites Berufsfeld.

Beobachten, sammeln, ordnen und dokumentieren sollten Dir Spaß machen; mit dem Mikroskop genauer hinsehen und Veränderungen erkennen, chemische und chemisch-physikalische Messverfahren methodisch bei der Aufklärung von Fragestellungen wie ein Kriminalist anzuwenden sollte ebenfalls Deinen Neigungen entgegenkommen.

Ausbildungsvoraussetzungen

Als Schulabschluss wird der Mittlere Bildungsabschluss (Realschulabschluss, Fachoberschulreife)  oder das Abitur erwartet. Besonders in den naturwissenschaftlichen Fächern sollte ein guter Notenschnitt nachgewiesen werden können.

Neben guten Kenntnissen der deutschen Sprache sind auch Grundkenntnisse der  englischen Sprache erforderlich, da der Zugriff auf internationale Literatur unerlässlich ist.

Da die Versuchsobjekte Lebewesen nämlich Tiere oder Pflanzen sind, ist eine positive Veranlagung zur Hege und Pflege nützlich. Wenn Du also schon Erfahrungen im Umgang mit Haustieren oder in der Gartenarbeit hast, dann ist dies von Vorteil. Dann kannst Du Dich zu diesem Beruf berufen fühlen.

In der Forschung arbeitet man in einer Arbeitsgruppe(Team), die es gewohnt ist Neues zu entdecken und oft überrascht zu werden. Dann gilt es zeitnah, umfassend und konkret zu informieren: die Fähigkeit anderen in der Gruppe Erkenntnisse verständlich  mitzuteilen (Kommunikation)  ist  gemeinsam neue Wege einzuschlagen und flexibel auf die Änderungen zu reagieren, ist eine ebenso gefragte Befähigung.

Wer mit Tieren, Pflanzen und Wirkstoffen verschiedener Art ständig in Berührung kommt, sollte frei von Allergien, auch von nur vorübergehend unterdrückten, sein und sich vorher entsprechend untersuchen lassen.

Ausbildungsverlauf

Die Ausbildung umfasst dreieinhalb  Jahre und bedingt neben einer technisch-naturwissenschaftlichen Grundausbildung auch eine Spezialisierung je nach Ausbildungsbetrieb. Begleitend erfolgt die allgemeine Ausbildung an der Berufsschule oder in gesonderten Förderkursen.

Während der Ausbildung erhältst Du eine Vergütung, die sich von 740€ im ersten Lehrjahr bis 900€ im vierten Lehrjahr ändert.

Prüfungen

Die erforderlichen Prüfungen legst du vor dem Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer nach der ersten Ausbildungshälfte sowie am Ende der Ausbildung ab.

Perspektiven

Biologielaboranten/innen werden gesucht und erfahren in der Industrie, an Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen Weiterbildungsmaßnahmen, die zu höheren Qualifikationen und bei besonderer Befähigung auch bis zum Hochschulstudium führen können...

Und jetzt?