Verfahrensmechaniker/-in Kunststoff- und Kautschuktechnik

  • Duale Ausbildung
  • Dauer 36 Monate
  • Ausbildungsvergütung zwischen 567,- und 850,- € Brutto/Monat
Ausbildungsplätze Ausbildungsbetriebe

Berufsbild

Der Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik stellt alles her, was aus polymeren Werkstoffen herzustellen ist – vom Spielzeug bis zur Regenrinne, vom Autoreifen bis zum PVC-Fenster, von der Kunststoffverpackung bis zum Armaturenbrett eines Autos, vom Schnuller bis zum Flugzeugteil. Hauptaufgabe für den Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik ist das Rüsten und Einrichten von Produktionsmaschinen, deren Optimierung sowie die Kontrolle der Produktqualität während des gesamten Produktionsprozesses. Dabei sind Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik auch verantwortlich für die Fertigungssteuerung, Fertigungsüberwachung und Fertigungsplanung.

Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik bereiten die Rohmassen und Rohstoffe oder auch Halbzeuge auf, füllen Granulat oder flüssige Massen in die Maschinen und Vorrichtungen und legen bzw. spannen die Halbzeuge in die entsprechenden Werkzeuge ein und überprüfen Prozessdaten wie Temperatur und Druck. Falls Fehler auftreten, kann der Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik diese analysieren und beheben und so zur Verbesserung des Fertigungsprozesses beitragen.

Natürlich ist der Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik auch für die Instandhaltung und Säuberung von Werkzeugen, Maschinen und Geräten und deren Inbetriebnahme verantwortlich. Als Fachmann für polymere Werkstoffe kennt der Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik die spezifischen Eigenschaften der Werkstoffe und Produkte und wendet das geeignete Be- bzw. Verarbeitungsverfahren an.

Zwei weitere Arbeitsgebiete, die Fertigung von Kunststofffenstern und die Herstellung von Faserverbundwerkstoffen, gewinnen für den Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik zunehmend an Bedeutung. Kunststofffenster werden vom Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik aus Halbzeugen wie Kunststoffprofilen, -leisten oder -rahmen hergestellt, die zuvor durch Zuschneiden, Bohren, Schweißen und Verputzen bearbeitet werden. Faserverbundwerkstoffe, zum Beispiel aus Carbon- oder textilen Fasern, sind extrem leicht, aber sehr belastbar, und werden vorrangig in der Flugzeug- und Automobilindustrie eingesetzt.

Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik ist ein Ausbildungsberuf mit einer Lehrzeit von drei Jahren. Die Ausbildung wird mit den Schwerpunkten Bauteile, Faserverbundwerkstoffe, Formteile (fertige Teile), Halbzeuge (gefertigte Teile, die noch weiterverarbeitet werden), Kunststofffenster und Mehrschicht- Kautschukteile angeboten. Voraussetzung für die Ausbildung als Verfahrensmechaniker - Kunststoff- und Kautschuktechnik ist mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss. Gute Kenntnisse in Physik, zum Beispiel für den Umgang mit pneumatischen oder hydraulischen Maschinen, und Chemie, um die Eigenschaften der verschiedenen Kunststoffe bestimmen zu können, sind ebenso von Bedeutung wie ein handwerkliches Geschick und technisches Verständnis.

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