Berufsschule – Der schulische Ausbildungsteil

Bild Berufsschule

Auch Theorie muss sein! Die Berufsschule übernimmt diesen Teil der Ausbildung

Eine Säule der dualen Ausbildung in Deutschland ist die Berufsschule. Die Berufsschule übernimmt hierbei den schulischen Ausbildungsteil. Hier werden dem Auszubildenden Inhalte vermittelt, die für die Allgemeinbildung sowie die jeweilige fachliche Bildung des Ausbildungsberufes wichtig sind. Die Berufsschule hat somit die Aufgabe, die Allgemeinbildung sowie die fachliche Bildung zu fördern.

Die Berufsschulen werden hinsichtlich der verschiedenen Fachrichtungen unterschieden:

  • gewerblich-technisch
  • kaufmännisch
  • hauswirtschaftlich
  • sozialpflegerische
  • landwirtschaftliche
  • bergbauliche

Berufsschulpflicht – Wieder Schulunterricht

Beginnst du eine duale Ausbildung, unterliegst du der Berufsschulpflicht. Der Unterricht wird meist an ein bis zwei Tagen wöchentlich mit ca. 10-12 Unterrichtsstunden abgehalten. Daneben gibt es noch die Möglichkeit des sogenannten Blockunterrichts, in welchem die Unterrichtsstunden zu einem mehrwöchigen Block zusammengefasst werden. Man geht also nicht an 1-2 Tagen in der Woche zur Schule, sondern über einen Zeitraum von 4-6 Wochen täglich. Dies kann sowohl für den Ausbildungsbetrieb, hier kann dieser besser planen, als auch für den Auszubildenden, der sich in dieser Zeit vollkommen auf den schulischen Teil seiner Ausbildung konzentrieren kann, von Vorteil sein.

Fächer in der Berufsschule sind allgemeinbildende, wie beispielsweise Politik oder Deutsch, sowie fachtheoretische Fächer, die sich nach den verschiedenen Ausbildungsberufen unterscheiden. Schulangelegenheiten sind immer Ländersache, was bedeutet, dass die Gewichtung der Fächer von den Landeskultusministerien vorgenommen werden.

Vorbereitung auf Prüfungen

Nach der Hälfte der Ausbildungszeit wird eine schriftliche Zwischenprüfung in allen Fächern abgehalten, auf welche dich die Berufsschule vorbereiten soll. Das Bestehen dieser Prüfung mit guten Noten ist Vorraussetzung für eine mögliche Verkürzung der Ausbildung auf 2 oder 2 ½ Jahre.  Die Zwischenprüfung soll dir und deinem Ausbilder den Stand deiner schulischen Leistungen aufzeigen, ist jedoch nicht Vorraussetzung für die Zulassung zur Abschlussprüfung am Ende der Ausbildung, mit welcher du die Berufsschule und deine gesamte Ausbildung abschließt. Beide Ausbildungen werden allerdings vor deiner zuständigen Kammer abgehalten. Die Berufsschule soll dich auf diese Prüfungen vorbereiten.

Um ein möglichst gutes Niveau der Berufsschule zu garantieren, müssen Lehrer immer wieder Betriebspraktika ableisten. Andersherum gibt es für Ausbilder die Möglichkeit in Seminaren den Unterrichtsstoff kennenzulernen. Somit soll der Kenntnis – und Informationsstand der beiden Säulen der dualen Ausbildung, nämlich Betrieb und Berufsschule, regelmäßig ausgetauscht werden.

Was erwartest du von deiner Berufsschule? Wie gefällt dir der Unterricht?