Berufsorientierungsjahr und Berufsgrundbildungsjahr

Junge Leute sitzen vor Computern

Das Berufsorientierungsjahr soll Schulabgängern ohne Ausbildungsplatz helfen, einen Einstieg ins Berufsleben zu finden

Gelingt es dir nicht, nach deinem Abschluss eine geeignete Ausbildungsstelle zu finden, kannst bzw. musst du ein Berufsorientierungsjahr absolvieren. Das Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) und das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) bieten ein staatliches Ausbildungsjahr an einer Berufsschule an. Für unter 17-jährige ist es in einigen Bundesländern Pflicht, ab 18 Jahren ist es freiwillig und kann auch jederzeit abgebrochen werden, da dann keine Berufsschulpflicht mehr besteht. § 12 der Berufschulordnung legt fest: “Das berufsvorbereitende Jahr hat die Aufgabe, Schülerinnen und Schüler auf den Eintritt in eine Berufsausbildung oder in ein Arbeitsverhältnis vorzubereiten”. Im Rahmen des BVJ und das BGJ kann zudem der Hauptschulabschluss erworben werden.

Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)

Es gilt je nach Fachrichtung als erstes Ausbildungsjahr und wird bei einer späteren Ausbildung auf die Ausbildunsgdauer angerechnet. Jugendliche, die keinen betrieblichen oder schulischen Ausbildungsplatz gefunden haben, können an der Berufsfachschule in einjährigen Bildungsgängen eine berufliche Grundbildung absolvieren. In diesen werden Grundkenntnisse und -fertigkeiten in einem oder mehreren Berufen erworben. Das BGJ gibt es als:

  • einjährige Berufsfachschule für Technik
  • einjährige Berufsfachschule für Informations- und Kommunikationstechnik
  • einjährige Berufsfachschule für Gesundheit und Pflege

Berufsvorbereitungsjahr (BVJ)

Im Unterschied zum BGJ kann dieses nicht als erstes Ausbildungsjahr angerechnet werden, da es ausschließlich ein vorbereitendes Jahr sein soll. Es bietet aber für Schulabbrecher die Möglichkeit den Hauptschulabschluss nachzuholen. Schüler können hier Ihre Schulpflicht erfüllen und ein berufliches Grundwissen erhalten. Somit soll es auch der beruflichen Orientierung dienen sowie die Ausbildungschancen erhöhen. In Nordrhein-Westfalen wird es als Berufsorientierungsjahr bezeichnet. Teilweise gibt es für Unternehmen eine Ausbildungsplatzförderung, also einen Zuschuss, wenn Absolventen aus dem BVJ übernommen werden.

Individuelle Förderung von Schülern soll den Einstieg ins Berufsleben erleichtern

Die individuelle Förderung steht bei allen Arten dieser berufsvorbereitenden Maßnahme im Vordergrund. Schüler werden somit auch in den Bereichen Sprechen, Lesen und Schreiben gefördert. Weitere Schwerpunkte werden in persönlichen Gesprächen mit den Teilnehmern festgelegt. Ausführliche Informationen zum Berufsgrundbildungsjahr und Berufsvorbereitungsjahr sowie Hilfen zum Einstieg ins Berufsleben erhälst du bei deiner Agentur für Arbeit.

Wie sind deine Erfahrungen mit dem BVJ oder BGJ? Hat es dir geholfen einen Ausbildungsplatz zu finden?